Tequila Blanco

Der am häufigsten in Läden oder Onlinestores zu findende Tequila ist der „Tequila Blanco“. Oft wird er auch Tequila Weiß oder Tequila Silver genannt. 

Hierbei handelt es sich um einen nicht bzw. sehr kurz gereiften Tequila. Er darf nach der finalen Destillation für maximal 60 Tage in Edelstahlbehältern gelagert werden bevor er in Flaschen abgefüllt wird. Zulässig ist auch eine Reifung in großen Eichenfässern über einen Zeitraum von maximal 30 Tagen. Diese jungen Tequilas sind in der Regel sehr potent, teilweise etwas brennend und scharf. Zu den typischen Geschmacksnoten eines Tequila Blancos zählen Agave, Zitrus, Pfeffer, teilweise Kräuter und Gewürze, vereinzelt auch süßliche Noten wie Vanille und Schokolade.

Die Tequila Blancos sind in der Regel die günstigsten Tequilas im Sortiment. Dies ist dadurch begründet daß sie nicht in Fässern aufwendig und kostenintensiv gereift wurden. Der günstige Preis führt auch dazu, daß viele Tequila-Neulinge mit genau dieser Variante ihre ersten Geschmackseindrücke erleben. Pfeffrig, bissig, intensiv, etwas brennend im Abgang, begleitet von einer deutlich wahrnehmbaren Alkoholnote. Für manche ist dies leider die erste, vielfach auch letzte ‚Begegnung‘ mit Tequila.

Was ist passiert? Nun, die Tequila Kenner sind sich darüber einig. Der Neuling und dessen Gaumen waren nicht auf die kraftvolle und dominante Attacke eines potenten Tequila Blancos vorbereitet. Deshalb empfiehlt sich der Einstieg in die faszinierende Welt der Tequilas mit einem gereiften und in der Regel deutlich milderen Tequila. Ein Anejo oder gar ein Extra Anejo sind hierfür ideal, auch wenn sie etwas teurer sind als deren jüngerer Bruder.

Für den Tequila Kenner mit einem ausreichend sensibilisierten Gaumen hingegen ist die Kategorie Tequila Blanco jedoch durchaus interessant. Da es sich hierbei um den reinsten Ableger aus der Tequila Familie handelt, fallen dem sachkundigen Gaumen Fehlgeschmäcke wie Schwefel, Petroleum, Gummi oder auch sehr einseitige und/oder dominante Geschmacksnoten relativ einfach auf. 

Generell kann man sagen daß – wenn von einer Produktfamilie (Blanco, Reposado, Anejo, Extra Anejo) der Blanco nicht schmeckt (eine gewisse Tequila-Erfahrung vorausgesetzt) – auch von der gealterten Version in aller Regel nicht viel erwartet werden kann. 

Im Umkehrschluss bedeutet dies: wenn der Blanco sehr unausgeglichen ist und Fehlgeschmäcke aufweist und nicht wirklich genüsslich ist – der Extra Anejo hingegen vorzüglich schmeckt dann könnte dies ein Hinweis darauf sein, daß Geschmacksfehler durch die Fasslagerung ausgeblendet oder überlagert wurden.

Um die angesprochene Schärfe und das Brennen etwas zu reduzieren, werden alle AsomBroso Tequilas ein weiteres Mal (gesamt 3-mal) destilliert. Zudem durchlaufen Sie ein sehr aufwändiges und filigranes Filtersystem. Hierbei wird höchstes Augenmerk darauf gelegt, nicht die natürlichen Geschmäcker des Agavendestillats heraus zu filtern, sondern es sollen ausschließlich die ungewollten Aromen und Verunreinigungen entfernt werden. Das Endresultat ist der mehrfach ausgezeichnete und prämierte  AsomBroso El Platino, ein sehr ausgewogener und feiner Tequila der aber weder seine Herkunft, noch seine Potenz versteckt.  

Tequila Reposado

Grundlage für den Reposado ist ein Tequila Blanco der anschließend zwischen 3 und 12 Monaten in Holzfässern reifen konnte. Die Größe der Fässer variiert zwischen 200 Liter und 20.000 Liter.  Durch die Lagerung in Holzfässern wird der Tequila milder, zudem nimmt er fasstypische Geschmacksnoten auf und wird somit komplexer in seinem Geschmack. Auch die typische bernsteinartige Färbung erhält er hierdurch. 

Zur Fasslagerung lassen sich folgende Grundregeln nennen:

  • Je kleiner das Fass, umso höher ist der Holzkontakt und umso schneller verändert der Tequila seine Farbe und auch seinen Geschmack. Bei der Verwendung von neuen, unbenutzten Fässern tritt der gleiche Effekt ein.
  • Je größer das Fass, umso geringer ist der Holzkontakt und umso länger dauert es bis der Tequila seine Farbe und seinen Geschmack verändert. Bei der Verwendung von alten, benutzten Fässern tritt der gleiche Effekt ein.
  • Je länger ein Fass benutzt wird, umso weniger fasstypische Geschmackstoffe kann es an den Tequila abgeben. In der Regel werden die Fässer bis zu 5 Jahren benutzt und im Anschluss daran entsorgt oder zum Teil neu ‚ausgebrannt‘. 

Daher kann es durchaus vorkommen, daß ein Reposado, der für 5 Monate in neuen, unbenutzten Fässern gelagert wurde, eine deutlich kräftigere Farbe und ein komplexeres Geschmacksspektrum aufweist als einer der für 8 Monate in alten, bereits mehrfach benutzten Fässern gelagert wurde.

Zur Reifung werden üblicherweise Fässer aus amerikanischem, französischen oder kanadischen Eichenholz verwendet.

Der AsomBroso LaRosa Reposado ist ein einzigartiger Tequila, dies gilt sowohl für seine Farbe als auch für sein Geschmacksspektrum. Durch die 3-monatige Lagerung unseres El Platino in gebrauchten Bordeaux-Fässern, ensteht ein Tequila Reposado der seinesgleichen sucht.

Tequila Anejo

Um die Bezeichnung ‚Anejo‘ tragen zu dürfen, muss der Tequila für mindestens 12 Monate und maximal 36 Monate in hölzernen Fässern gereift sein. Die maximale Fassgröße ist bei den Anejo’s (konträr zu den Reposados) reglementiert. 600 Liter oder weniger werden von der Mexikanische Regulierungsbehörde für Tequila, Consejo Regulador del Tequila (https://www.crt.org.mx/) vorgegeben.

Die kleineren Brennereien verwenden aber im Regelfall Fässer mit einem Volumen von um die 200 Liter.

Auch für die Anejo’s lassen sich zur Fasslagerung folgende Grundregeln nennen:

  • Je kleiner das Fass, umso höher ist der Holzkontakt und umso schneller verändert der Tequila seine Farbe und auch seinen Geschmack. Bei der Verwendung von neuen, unbenutzten Fässern tritt der gleiche Effekt ein.
  • Je größer das Fass, umso geringer ist der Holzkontakt und umso länger dauert es bis der Tequila seine Farbe und seinen Geschmack verändert. Bei der Verwendung von alten, benutzten Fässern tritt der gleiche Effekt ein.
  • Je länger ein Fass benutzt wird, umso weniger fasstypische Geschmackstoffe kann es an den Tequila abgeben. In der Regel werden die Fässer bis zu 5 Jahren benutzt und im Anschluss daran entsorgt oder zum Teil neu ‚ausgebrannt‘

Durch die längere Reifungszeit bzw. einen längeren Kontakt zu den Holzfässern wird der Tequila deutlich milder, es entstehen komplexe Aromen und Geschmäcker die auch typischer weise in Whiskeys und Bourbons zu finden sind. Das Ganze wird von einer zarten süßlichen Agave Note begleitet.

In den ersten Jahren dieses Millenniums, haben mehr und mehr Hersteller ihre PremiumTequilas, die manchmal ‚Special Reserve‘ oder dergleichen hießen, für 4 Jahre, 5 Jahre und in sehr seltenen Fällen auch länger gereift. Aufgrund dessen wurde im Jahre 2006 eine neue Tequila Kategorie ins Leben gerufen, die Extra Anejo’s.

Tequila Extra Anejo

Tequilas die für mindestens 36 Monate oder länger in Holzfässern gereift wurden, werden Tequila Extra Anejo genannt. Wie auch bei den Anejo’s, ist das maximal zulässige Fassvolumen 600 Liter, normalerweise werden aber Fässer mit einem Volum von um die 200 Liter verwendet.

Bei den Tequila Extra Anejo’s handelt es sich in aller Regel um die teuersten Tropfen jeder Tequila Brennerei. Dies ist mitunter damit begründet, dass die Brennereien Tequilas mit einem Handelswert von zig Hunderttausend Euros und mehr für viele Jahre ins Lager stellen bzw. vorfinanzieren müssen. Des Weiteren verlieren die Fässer der lagernden Tequilas jedes Jahr bis zu 12% ihres Inhalts. Dies ist der so genannten ‚Angels share‘ geschuldet. Die Angels share ist nichts Anderes als Tequila der sich durch die Poren der Holzfässer begibt und dann an der Außenseite der Fässer verflüchtigt, oder im wahrsten Sinne des Wortes, in Luft auflöst. In Zahlen bedeutet das, dass ein Fass welches zu Beginn der Lagerung 200 Liter Tequila beinhaltet hatte, wird bei einer Angels share von jährlich 12% nach einer 5-jährigen Lagerung nur noch um die 105 Liter enthalten, bei einer Lagerung von 10 Jahren wären es nur noch um die 55 Liter. Dies ist jedoch ein Extrembeispiel. Die normale Angel Share bei Tequila Destillerien liegt bei 2% bis 4% je nachdem wie geeignet deren Lagerräume sind. 

Ein Großteil der Hersteller verwendet für die Lagerung der Extra Anejo‘s benutzte Fässer.

Bei diesen Fässern handelt es sich überwiegend um ausrangierte bzw. erschöpfte Fässer von Whisky und/oder Bourbon Brennereien die nur noch sehr wenig holzige Geschmacksstoffe enthalten.  

Ein guter Tequila extra Anejo sollte eine kräftige Farbe haben, äußerst mild und ausgeglichen sein, süßliche Holznoten besitzen die aber nicht hervorstechen und/oder alle anderen Geschmäcker überdecken.

Durch die lange Reifezeit der Agave, gefolgt von der aufwendigen Herstellung des Tequilas und im Falle der gereiften Varianten die sehr teure Lagerung, handelt es sich bei dem Agavenbrand um ein sehr hochwertiges Produkt welches folglich auch mit höchsten Respekt verkostet werden sollte. Ein guter Tequila sollte aus einem passenden Glas verkostet werden.

Die Firma Riedl hat verschiedene Tequila Gläser im Sortiment, vom einfachen maschinell hergestellten Glas bis hin zum Sommeliers Glas. Die Form des Glases soll den Tequila helfen, seine Aromen und Geschmäcker größtmöglich zu entfalten.

Alternativ dazu und speziell für Extra Anejo‘s zutreffend, würde ich aber einen Cognac Schwenker empfehlen.

AsomBroso hat gleich mehrere Premium Extra Anejo’s im Sortiment, vom 5 Jahre gelagerten Gran Reserva bis zu den 12 Jahre gelagerten The Collaboration.

Wollen Sie mehr über die Geschichte der ‚AsomBroso fine Tequilas‘ erfahren, klicken Sie HIER.